Dresden und die Barockmusik haben eine gemeinsame Geschichte, da die Stadt im 17. und 18. Jahrhundert eine Musikstadt von europäischem Rang war. Hier lebten und wirkten bedeutende Komponisten und Musiker der Zeit wie zum Beispiel Jan Dismas Zelenka, Johann David Heinichen und Johann Adolph Hasse. 1992 entdeckten Absolventen der Dresdner Musikhochschule ein gemeinsames Interesse an dieser Musikepoche und gründeten das Dresdner Barockorchester. Lebendiges Musizieren auf barocken Instrumenten im Sinne der historischen Aufführungspraxis und besonders die Wiederentdeckung vergessener Werke aus der Sammlung der Dresdner Hofkapelle sind den Musikern des Orchesters wichtige Anliegen und wurden zu ihren Markenzeichen. Im Laufe der Jahre eroberte sich das Orchester einen festen Platz im Dresdner Musikleben. Bei seinen Konzertreisen ins In- und Ausland wirkt das Dresdner Barockorchester als kultureller Botschafter der Stadt.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit verbindet das Orchester mit dem Dresdner Kammerchor und seinem Leiter Hans-Christoph Rademann unter anderem bei Aufführungen der großen Oratorien Bachs und Händels und bei der jüngsten Gesamteinspielung der Werke von Heinrich Schütz. Publikum und Presse bestätigten immer wieder die ergreifende Wirkung der Verschmelzung von Chorklang und historischem Instrumentarium.

Schwerpunkt und eigentliche Herausforderung für das Dresdner Barockorchester ist das unmittelbare Konzertereignis. Daneben sind das hohe Können der Interpreten als auch die prachtliebende Musizierpraxis am barocken Dresdner Hof durch zahlreiche CD-Einspielungen dokumentiert.