© Adéla Drechsel

Adéla Drechsel

Violine, Viola

Adéla Drechsel (geb. Mišoňová) wurde in der Tschechischen Republik geboren und erhielt mit 6 Jahren ersten Geigenunterricht in der Musikschule in Trutnov. Von 1998 – 2005 studierte sie Violine am Konservatorium in Pardubice bei Mgr. Jiří Kuchválek. In Tschechien nahm sie erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben für junge Künstler und Sommerkursen bei den tschechischen Virtuosen Petr Messieurreur und Bohuslav Matoušek teil. Von ihren drei Geschwistern ließ sich Adela für Musik der früheren Jahrhunderte begeistern und das prägt sie bis heute. An der Dresdener Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" studierte sie neben der modernen Geige auch Barockvioline bei Prof. John Holloway.

Im Jahr 2005 nahm sie als Barockviolinistin an der Händel Akademie in Karlsruhe teil, wo sie unter der Leitung von Anton Steck und Peter van Heyghen ihre Kenntnisse über historische Aufführungspraxis erweiterte und in den folgenden Jahren bildete sie sich u. a. in der Académie de Sablé a Prague bei Mira Glodeanu, David Plantier und Daniel Cuiller weiter.

Adéla arbeitet zusammen mit renommierten Orchestern und Ensembles für Barockmusik, wie z. B. mit dem Collegium Marianum mit Jana Semeradova (Prag), Collegium 1704 unter der Leitung von Václav Luks (Prag), Bach Akademie Stuttgart, geleitet von Hans Christoph Rademann und seit mehreren Jahren auch mit dem Dresdner Barockorchester. Verschiedene Konzertreisen mit diesen Ensembles führten sie durch ganz Europa.

Ein weiteres Interesse von Adéla gehört der Folkloremusik aus Osteuropa und darüber hinaus auch dem Volks- und Kunstmärchen ihrer Heimat. Schon mehrmals führte sie musikalische Märchenprogramme in verschiedenen Besetzungen auf. Auch die experimentelle Zusammenarbeit im Bereich der Weltmusik ist ihr nicht fremd. Dies bezeugen gemeinsame Auftritte mit dem Meister des Oberton-Gesanges und Spieler auf Stahlcello Jan Heinke. Außerdem fungiert sie seit dem Jahr 2017 als Mitglied des Streichquartetts Quattrovaganti. Mit ihren drei Kollegen bemüht sie sich, die Werke eines unbekannten Komponisten aus ihrer Heimatstadt namens Michael Čakrt in die Öffentlichkeit zu bringen.